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SC078 Interview: Zu Besuch bei Knauf 2

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Rekultivierung und Renaturierung

Diese Folge wurde aus unserem Feed entfernt. Die Gründe dafür findet ihr in der neu veröffentlichten Audiodatei und in den Shownotes.

Hallo, liebe Hörerinnen und Hörer,

an dieser Stelle hat sich in diesem Podcastfeed bis Mitte April eine der beiden Interviewfolgen befunden, die ich in Zusammenarbeit mit der Knauf Gips KG in Unterfranken aufgenommen habe und die sich mit den Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten von Gips, dessen Abbau sowie mit der Renaturierung und Rekultivierung von ausgedienten Gipstagebauten beschäftigt haben.

Die Folgen waren aus meiner Sicht inhaltlich sehr gelungen, allerdings hat mich die aktuelle Medienberichterstattung dazu veranlasst, die beiden Folgen aus diesem Podcastfeed zu entfernen und das möchte ich an dieser Stelle auch begründen, weil ich mir diese Entscheidung als Wissenschaftskommunikator keineswegs leicht gemacht habe.

Am 4. April 2024 wurde eine Recherche des ARD-Magazins Monitor veröffentlicht, auf deren Ergebnisse ich mich im Folgenden beziehe.

In dem Bericht ging es vorwiegend um die Situation in der Stadt Mariupol. Mariupol ist eine ukrainische Stadt, die durch den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine fast vollständig zerstört wurde, die seit 2022 von Russland besetzt wird und die von Putin jetzt als Propagandamittel missbraucht wird, um eine russische Vorzeigestadt wiederaufzubauen.

Die Analyse von Dokumenten und vor allem von Videomaterial hat in der Monitor-Recherche ergeben, dass auf Baustellen in der Stadt Mariupol Baumaterialien der Firma Knauf zu finden sind.

Insbesondere hat die Recherche aber klar benannt, dass mindestens ein offizieller Vertriebspartner von Knauf in Russland ein Unternehmen ist, was offensiv Werbung damit macht, dass es am Aufbau der Stadt Mariupol beteiligt ist. Soweit die für mich relevanten Inhalte der Recherche.

Die Firma Knauf hat daraufhin eine Stellungnahme abgegeben, in der sie den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine verurteilt und betont, nicht selbst am Baugeschehen in Mariupol beteiligt zu sein, sondern die Baumaterialien an Vertriebspartner zu liefern.

Allerdings nimmt Knauf in dieser Stellungnahme keinen Bezug zu dem russischen Unternehmen, dass sich mit dem Propaganda-Aufbau der Stadt rühmt und offizieller Vertriebspartner von Knauf in Russland ist. Ich habe auch persönlich noch einmal bei Knauf nachgefragt und keine Antwort erhalten.

Zudem hat Knauf nach der Veröffentlichung der Monitor-Recherche auf allen sozialen Medien die Kommentarfunktionen deaktiviert und auch kritische Kommentare gelöscht, die sich auf diesen Beitrag bezogen.

Nun zu meiner Einschätzung der Lage:

Als Wissenschaftspodcaster bin ich auf externe Expertise angewiesen. Dabei kann es sich um Wissenschaftlerinnen handeln oder auch, wie in diesem Fall, um Expertise, die von einem Unternehmen kommt. In beiden Fällen geht mit dieser Kooperation auch einher, dass wechselseitig Werbung mit den gemeinsam produzierten Ergebnissen betrieben wird, das ist auch gut und richtig so.

Aber für diese Zusammenarbeit gibt es Grenzen.

Die Grenzen sind für mich dann überschritten, wenn das Gegenüber so unsouverän mit öffentlicher und medialer Kritik umgeht, wie es Knauf aus meiner Sicht im Nachgang der Monitor-Berichterstattung getan hat.

Zudem besteht mir der Eindruck, dass Knauf in seiner Stellungnahme gar nicht auf die Kernkritik aus dem Medienbeitrag eingeht, sondern sich einer klassischen Strohmann-Taktik bedient. Als Medienschaffender ist das für mich nicht nachvollziehbar.

Ich bedauere aus diesem Grund, dass ich die Folgen aus dem Feed entfernen musste, ich möchte aber nicht weiter mit einem Partner werben, der sich in dieser Art gegenüber öffentlicher Kritik verhält. Das gilt besonders dann, wenn der Eindruck entsteht, dass ein so ernster Vorwurf nur ausgesessen werden soll.

Es ist schade, dass diese Folgen nun in unserem Feed fehlen, zumal Rohstoffgewinnung und Renaturierung zwei wichtige Themen sind und die Produktion der Folgen viel Zeit in Anspruch genommen hat. Das Soilcast-Team wird aber nicht müde werden, auch diese wichtigen Themen wieder zu bearbeiten und neue Folgen für euch zu produzieren.

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Kapitler

1. Intro (00:00:00)

2. Begrüßung (00:00:11)

3. Der ehemalige Steinbruch Possenheim (00:00:57)

Chapter image

4. Landschaftbild und Geländemoddelierung (00:04:04)

Chapter image

5. Rekultivierung vs. Renaturierung (00:07:27)

Chapter image

6. Akteure (00:09:26)

Chapter image

7. Bergrecht-Exkurs (00:10:58)

Chapter image

8. Steinbruch Markt Bibart (00:17:59)

Chapter image

9. Wiederaufforstung (00:19:14)

Chapter image

10. Ein Steinbruch als FFH-Gebiet (00:22:21)

Chapter image

11. Phasen der Renaturierung (00:24:23)

Chapter image

12. Artenvielfalt im Steinbruch (00:26:04)

Chapter image

13. Herausforderungen (00:29:27)

Chapter image

14. Verabschiedung (00:36:45)

Chapter image

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Rekultivierung und Renaturierung

Diese Folge wurde aus unserem Feed entfernt. Die Gründe dafür findet ihr in der neu veröffentlichten Audiodatei und in den Shownotes.

Hallo, liebe Hörerinnen und Hörer,

an dieser Stelle hat sich in diesem Podcastfeed bis Mitte April eine der beiden Interviewfolgen befunden, die ich in Zusammenarbeit mit der Knauf Gips KG in Unterfranken aufgenommen habe und die sich mit den Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten von Gips, dessen Abbau sowie mit der Renaturierung und Rekultivierung von ausgedienten Gipstagebauten beschäftigt haben.

Die Folgen waren aus meiner Sicht inhaltlich sehr gelungen, allerdings hat mich die aktuelle Medienberichterstattung dazu veranlasst, die beiden Folgen aus diesem Podcastfeed zu entfernen und das möchte ich an dieser Stelle auch begründen, weil ich mir diese Entscheidung als Wissenschaftskommunikator keineswegs leicht gemacht habe.

Am 4. April 2024 wurde eine Recherche des ARD-Magazins Monitor veröffentlicht, auf deren Ergebnisse ich mich im Folgenden beziehe.

In dem Bericht ging es vorwiegend um die Situation in der Stadt Mariupol. Mariupol ist eine ukrainische Stadt, die durch den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine fast vollständig zerstört wurde, die seit 2022 von Russland besetzt wird und die von Putin jetzt als Propagandamittel missbraucht wird, um eine russische Vorzeigestadt wiederaufzubauen.

Die Analyse von Dokumenten und vor allem von Videomaterial hat in der Monitor-Recherche ergeben, dass auf Baustellen in der Stadt Mariupol Baumaterialien der Firma Knauf zu finden sind.

Insbesondere hat die Recherche aber klar benannt, dass mindestens ein offizieller Vertriebspartner von Knauf in Russland ein Unternehmen ist, was offensiv Werbung damit macht, dass es am Aufbau der Stadt Mariupol beteiligt ist. Soweit die für mich relevanten Inhalte der Recherche.

Die Firma Knauf hat daraufhin eine Stellungnahme abgegeben, in der sie den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine verurteilt und betont, nicht selbst am Baugeschehen in Mariupol beteiligt zu sein, sondern die Baumaterialien an Vertriebspartner zu liefern.

Allerdings nimmt Knauf in dieser Stellungnahme keinen Bezug zu dem russischen Unternehmen, dass sich mit dem Propaganda-Aufbau der Stadt rühmt und offizieller Vertriebspartner von Knauf in Russland ist. Ich habe auch persönlich noch einmal bei Knauf nachgefragt und keine Antwort erhalten.

Zudem hat Knauf nach der Veröffentlichung der Monitor-Recherche auf allen sozialen Medien die Kommentarfunktionen deaktiviert und auch kritische Kommentare gelöscht, die sich auf diesen Beitrag bezogen.

Nun zu meiner Einschätzung der Lage:

Als Wissenschaftspodcaster bin ich auf externe Expertise angewiesen. Dabei kann es sich um Wissenschaftlerinnen handeln oder auch, wie in diesem Fall, um Expertise, die von einem Unternehmen kommt. In beiden Fällen geht mit dieser Kooperation auch einher, dass wechselseitig Werbung mit den gemeinsam produzierten Ergebnissen betrieben wird, das ist auch gut und richtig so.

Aber für diese Zusammenarbeit gibt es Grenzen.

Die Grenzen sind für mich dann überschritten, wenn das Gegenüber so unsouverän mit öffentlicher und medialer Kritik umgeht, wie es Knauf aus meiner Sicht im Nachgang der Monitor-Berichterstattung getan hat.

Zudem besteht mir der Eindruck, dass Knauf in seiner Stellungnahme gar nicht auf die Kernkritik aus dem Medienbeitrag eingeht, sondern sich einer klassischen Strohmann-Taktik bedient. Als Medienschaffender ist das für mich nicht nachvollziehbar.

Ich bedauere aus diesem Grund, dass ich die Folgen aus dem Feed entfernen musste, ich möchte aber nicht weiter mit einem Partner werben, der sich in dieser Art gegenüber öffentlicher Kritik verhält. Das gilt besonders dann, wenn der Eindruck entsteht, dass ein so ernster Vorwurf nur ausgesessen werden soll.

Es ist schade, dass diese Folgen nun in unserem Feed fehlen, zumal Rohstoffgewinnung und Renaturierung zwei wichtige Themen sind und die Produktion der Folgen viel Zeit in Anspruch genommen hat. Das Soilcast-Team wird aber nicht müde werden, auch diese wichtigen Themen wieder zu bearbeiten und neue Folgen für euch zu produzieren.

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1. Intro (00:00:00)

2. Begrüßung (00:00:11)

3. Der ehemalige Steinbruch Possenheim (00:00:57)

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4. Landschaftbild und Geländemoddelierung (00:04:04)

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5. Rekultivierung vs. Renaturierung (00:07:27)

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6. Akteure (00:09:26)

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7. Bergrecht-Exkurs (00:10:58)

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8. Steinbruch Markt Bibart (00:17:59)

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9. Wiederaufforstung (00:19:14)

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10. Ein Steinbruch als FFH-Gebiet (00:22:21)

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11. Phasen der Renaturierung (00:24:23)

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12. Artenvielfalt im Steinbruch (00:26:04)

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13. Herausforderungen (00:29:27)

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14. Verabschiedung (00:36:45)

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